Meisen-Nistkästen

Zum Fressen gerne: Meisen gegen Eichenprozessionsspinner

Die Schmetterlingsraupe „Eichenprozessionsspinner“ hat sich in den letzten Jahren rasant ausgebreitet und mit ihren Brennbaren bei manchen Menschen allergische Reaktionen ausgelöst.

Die Stadt Hamm wird in diesem Jahr verstärkt mit natürlichen Mitteln auf öffentlichen Grünflächen, auf Spielplätzen und Parks gegen die Plagegeister vorgehen. Wie im Vorjahr werden Nester nach Meldungen und Begutachtung durch Mitarbeiter:innen des Umwelt- bzw. Tiefbau- und Grünflächenamtes von Fachfirmen schnellstmöglich entfernt.

„Die Kapazitäten werden im Vergleich um Vorjahr noch einmal erhöht“, so ein Stadtsprecher. „Hierdurch erhoffen wir uns eine zügige Abarbeitung der Nester“. Auf chemische Mittel, wie z. B. Pheromonfallen,  wird man in Hamm bewusst verzichten, da diese nicht nur den Eichenprozessionsspinner, sondern auch andere Tier- und Pflanzenarten belasten.

Unterstützt werden die Maßnahmen der Stadt Hamm durch ehrenamtliche Helfer von AGE (Agentur für gesellschaftliches Engagement) und ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand). Die Ehrenämter haben gemeinsam mit Flüchtlingen aus dem Glunzdorf rund 100 Nistkästen für Meisen – einem natürlichen Feind des Eichenprozessionsspinners – gebaut. Die Nistkästen werden in den kommenden Wochen ausschließlich an Eichen aufgehängt. Hierdurch soll die Ansiedlung von Meisen gefördert werden. Denn für Meisen stellen die Eichenprozessionsspinner eine Ergänzung zum Speiseplan dar und diese könnten so auf natürliche Weise dezimiert werden.

Was ist ein Eichenprozessionsspinner?

Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae). Die Brennhaare der Raupe können beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen. Quelle: wikipedia.de

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Foto: © Thorsten Hübner, Stadt Hamm

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