Wie verlässlich ist die Statistik zu Corona-Toten ?– Anfrage an das RKI

Hamm.News hat eine Anfrage an das Robert-Koch-Institut gestartet, mit der Frage, ob man in irgendeiner Form darstellen kann, wie viele Menschen in Deutschland einzig und allein, ohne Vorerkrankungen, an dem Corona-Virus gestorben sind.

Folgende Fakten wurden uns genannt:

Allgemein ist es schwer, bei Personen mit verschieden Erkrankungen gleichzeitig, genau zu bestimmen an welcher Krankheit er letztendlich gestorben ist. Eindeutige Erkenntnis würde da nur eine Obduktion bringen.

Aktuell wird zu jeder verstorbenen Person in der „Todesursachenstatistik“ eine ursächliche Todesursache (Grundleiden) erfasst. Die Entscheidung darüber fällt der jeweilige Arzt.

Wenn eine Person mit Corona-Infektion stirbt, entscheidet der den Leichenschein ausfüllende  Arzt, ob sie die Infektionserkrankung oder ein anderes Grundleiden eintragen.

Eine exakte Erfassung und Erkennung aller Corona-Verstorbenen ist daher sehr unwahrscheinlich.

In den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz – ein anderes statistisches System – werden alle mit Corona in Verbindung stehenden Todesfälle erfasst. Mit und ohne Grundleiden oder weitere Erkrankung.

Verstorbene, die zu Lebzeiten nicht auf Corona getestet wurden, aber in Verdacht stehen an Corona gestorben zu sein, können post mortem noch auf das Virus getestet werden.

Daraufhin nach dem Ableben noch eine Todesursache festzustellen, scheint jedoch schier unmöglich zu sein.

Abschließend bleibt zu sagen und zu fragen:

Wo soll bei einem Patienten mit Vorerkrankung die Grenze gezogen werden, zwischen mit Corona gestorben oder durch Corona gestorben ?

Soll man jemand zu den ausschließlich durch Corona gestorbenen zählen, der eine Woche, einen Monat oder ein Jahr später an seiner Grundkrankheit auch gestorben wäre ?

Der Bundesverband Deutscher Pathologen hat zu dieser Frage basierend auf Obduktionen von Corona-Patienten im August 2020 ein Statement abgegeben:

Mit folgendem Ergebnis:

Bei einer Corona Erkrankung war diese auch in den meisten Fällen die Todesursache.

Männer waren überdurchschnittlich betroffen (zwischen 50. und 79. Lebensjahr).

Corona schädigt nicht nur die Lunge, sondern auch andere Organe.

Blutgerinnungsstörungen treten sehr häufig auf.

Risiko-Vorerkrankungen sind Herz-Kreislauferkrankungen, Schäden an Gefäßen.

 

Foto: Robert-Koch-Institut © PiRi TV, AdobeStock

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