Wie kontrollieren Ordnungsamt und Polizei das öffentliche Kontaktverbot?

Das erste wirkliche Frühlings-Wochenende naht, Restaurants und Biergärten sind geschlossen, ebenso nahezu alle Freizeiteinrichtungen. Zu allem Überdruss sind auch noch Kontakte und Ansammlungen über zwei Personen in der Öffentlichkeit untersagt.

Grund genug für HAMM.NEWS unter dem Motto „Und führe uns nicht in Versuchung“ einmal bei Polizei und Stadt Hamm anzufragen, wie und mit welchen Konsequenzen bei Verstößen diese Verordnungen kontrolliert und geahndet werden.

Nach Auskunft der Polizei sind mit Stand vom 2.04.2020 135 Hinweise eingegangen, die meisten wurden an das Ordnungsamt weiter gegeben, die Polizei selber verhängte 5 Anzeigen. Die Stadt Hamm erklärte auf die gleiche Anfrage, dass die Kontrollen gut laufen und es verhältnismäßig ruhig auf den Straßen ist. Im Einsatz für die Stadt sind im Außendienst 24 Mitarbeiterrinnen und Mitarbeiter. In der Zeit von Mo–Sa von 8.30 Uhr bis 24.00 Uhr in 2 Schichten. Sonntags von 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr in einer Schicht.

In dem Zeitraum vom 23.03. bis 31.03.2020 wurden folgende Verstöße festgestellt:

  • 530 Verstöße gegen das Kontaktverbot,
    davon endeten 54 Verstöße mit einer Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit.
  • 948 Bürgergespräche wurden geführt,
    199 Gaststätten und 388 Ladengeschäfte wurden überprüft.
  • Dazu kommen noch 12 Bordellkontrollen.

Seit dem 1.04.2020 (Inkrafttreten der ÄnderungsV) werden Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten direkt und ohne vorherige Aufforderung geschrieben. Ansonsten betont die Stadt Hamm, dass die genannten Zahlen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung sich im absolut unteren Bereich (0,294 %) bewegen.

 

Foto: © Ronald Rampsch; AdobeStock

Wolfgang Große-Westermann
Author: Wolfgang Große-Westermann

Als Hammer Junge engagiert sich Wolfgang Große-Westermann seit 1980 im Pressewesen. Seinen Schwerpunkt setzt der Journalist auf investigativ, kritisch und recherchehaltig.

1 Kommentar
  1. Friedrich Wilhelm Wickord

    “Zu allem Überdruss sind auch noch Kontakte und Ansammlungen über zwei Personen in der Öffentlichkeit untersagt.”
    Unter einen guten Berichterstattung verstehe ich etwas anderes. Man kann auch in Artikeln positiv darauf aufmerksam machen, dass die Maßnahmen zum Schutz und Leben der Bevölkerung erfolgen. Die ein oder andere Maßnahme mag überzogen oder spießig sein, aber da keiner bisher in dieser Situation war, ist Vorsicht besser als Nachsicht.

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