Wettermacher Frank Beranek

Das beste Wetter für Hamm kommt aus Ahlen

Der Wetterbericht für Hamm wird täglich von Wetter Südmünsterland erstellt. Wetter Südmünsterland ist ein regionales und privater Wetterportal mit Sitz in Ahlen/Westfalen.

Seit Juli 2014 wird von Frank Beranek in der Freizeit das tägliche Regionalwetter für das südliche Münsterland und die Stadt Hamm erstellt und veröffentlicht. Über 8.200 Abonnenten lesen den täglichen Wetterbericht auf facebook. Ergänzt wird das Angebot durch regionale aktuelle Wetterwarnungen.

Wir bedanken uns bei Frank Beranek für diesen fantastischen Service und empfehlen ein Abo seiner Facebook-Wetterseite: https://www.facebook.com/WetterSuedmuensterland/

 


Im Juni 2018 berichtete das MACHERMAGAZIN über Frank Beranek:

„Wie wird das Wetter, Frank?“

Vom wissenschaftsinteressierten Bürger zum „Bürger-Wissenschaftler
von Jens Kneißel

Autodidakt Frank Beranek weiß genau, wie das Wetter im südlichen Münsterland wird – und warum die westfälische Bucht ein besonderes Kleinklima aufweist.

Meteorologie (altgriechisch μετεωρολογία meteōrología für „Untersuchung der überirdischen Dinge oder Himmelskörper“) ist nach Wikipedia „die Lehre der physikalischen und chemischen Vorgänge in der Atmosphäre und beinhaltet auch deren bekannteste Anwendungsgebiete – die Wettervorhersage und die Klimatologie“. – Wenn das so ist, dann ist Frank Beranek aus Ahlen ein richtig(er) guter Meteorologe!

Warum? – Das erfuhren wir bei einem hochspannenden Besuch in Frank‘s Keller in Ahlen …

Frank Beranek hat weder ein Diplom noch eine Promotion, doch das stört den gelernten Verfahrensmechaniker ebenso wenig wie die inzwischen über 6.400 Follower seiner Wetterseiten für das südliche Münsterland in Facebook.

Frank ist seit inzwischen 22 Jahren das, was man neuerdings und neudeutsch als „Citizen Scientist“, also gewissermaßen als „Bürger-Wissenschaftler“ bezeichnet. Und Frank hat nicht nur die dafür notwendigen (semi)professionellen Instrumente, sondern auch ein profundes Wissen über meteorologische
und klimatische Zusammenhänge, aber vor allem auch eine langjährige Erfahrung.

Das Wetter im Südmünsterland

Unter seiner Website www.wetter-suedmuensterland.de und noch mehr auf seiner Facebook-Seite „Wetter Südmünsterland“ veröffentlicht Frank Beranek seit vielen Jahren Klimaund Wetterdaten, Informationen und Fotos zu aktuellen Wetterlagen und erstellt täglich eine regionale Wettervorhersage für den folgenden Tag und die darauffolgende Woche.

Dieser kostenlose Service, den inzwischen zahlreiche Nutzergruppen, wie etwa Ballonfahrer, Segelflieger, Landwirte oder andere Freizeit- und Berufsinteressierte abonniert haben, ist nicht nur viel genauer als die einschlägigen Prognosen der (über-) regionalen Medien, sondern trotz der Verwendung meteorologisch-typischer Fachbegriffe allgemeinverständlich geschrieben.

Die dafür notwendigen (Roh-) Daten erhält Frank, wie übrigens auch alle anderen professionellen Wetterredaktionen, von den Messnetzen der großen Wetterdatensammler, beispielsweise dem staatlichen Deutschen Wetterdienst (DWD) oder privaten Anbietern, wie beispielsweise der international tätigen Meteo-Group. Was viele nicht wissen: Außer (lebens)wichtigen Wetterwarnungen gibt der staatliche DWD selbst keine regelmäßigen Vorhersagen über das Wetter an Land heraus. Das war und ist Aufgabe der zahlreichen diplomierten Meteorologen der veröffentlichenden Medien – oder eben Franks. Obwohl Frank
Beranek also prinzipiell genau das gleiche tut, was professionelle Meteorologen machen, bleibt er bescheiden: er nennt seine Dienstleistung selbst „Wetterberatung“.

Technisches Know-how und naturwissenschaftliche Neugierde Wetter und Klima (man beachte den Unterschied! – siehe Info auf S.14) haben Frank schon als Jugendlichen interessiert. Infolgedessen besaß er schon früh Instrumente, mit deren Hilfe man Wetterdaten aufzeichnen konnte.

Die damals komplett analoge Messtechnik inklusive „voll-manueller“ Ablesung und handschriftlicher Dokumentation ermöglichte dennoch die Aufzeichnung von komplexen Datenreihen, die nunmehr fast 30 Jahre zurückreichen. Frank ist also auf dem besten Weg, ein kleines Klimaarchiv für seinen Standort in Ahlen und den südlichen Teil des Münsterlandes anzulegen.

Seit moderne Digitaltechnik für jedermann erschwinglich geworden ist, hat natürlich auch Frank seine Wetterstation, übrigens eine „Davis Vantage Pro 2 wireless“ (www.davis-wetterstationen.de), vollumfänglich automatisiert und zum Loggen der Datenflut an seinen PC angeschlossen.

Citizen Science – Wissenschaft durch Bürger

Frank Beranek denkt wissenschaftlich. Er will nicht nur beschreiben, was er selbst misst oder von anderen Stellen an Daten erhält (etwa von Online-Regenradaren benachbarter westfälischer Flughäfen), sondern verstehen, wie Wetter und Klima seiner Heimat typischerweise funktionieren.
Damit reiht er sich ein in die wachsende Gemeinde derer, die Wissenschaft nicht nur den „professionellen Wissenschaftlern“ überlassen.

Tausende Menschen sammeln, messen, kartieren, fotografieren und dokumentieren Insekten, Vögel, Pflanzen, Luft- und Lärmverschmutzung, Wasserfarben, Stammbäume, und eben auch das Klima … Und warum? – Weil sie wissbegierig sind, sich auskennen und sich einbringen möchten. Viele von ihnen sind sogar richtige Experten. Sie sind leidenschaftlich Forschende, die mit ihrer Neugier und Faszination für bestimmte Themen zu Forschungsprozessen und
wissenschaftlichen Erkenntnissen beitragen. Heute werden sie als Citizen Scientists oder auch als Bürgerforscher bezeichnet.

Wetter- und Klimaexperte Frank etwa weiß, dass sich beispielsweise das Klima der westfälischen Bucht deutlich vom südöstlich davon liegenden Ruhrgebietsklima unterscheidet …

Die Westfälische Bucht und ihr besonderes Klima

Den Charakter einer Bucht erhält diese Ebene bis flachwellige Landschaft übrigens durch das Rheinische Schiefergebirge im Süden, die Höhenzüge des Teutoburger Waldes und der Egge im Osten und Nordosten und den fließenden landschaftlich unauffälligen Übergang in die westlich angrenzenden Flachländer. Die höchsten Erhebungen finden sich mit Höhen bis 400 m ü. NN in der Paderborner Hochfläche.

Die vorherrschenden westlichen Winde erreichen vom Meer ungehindert die Westfälische Bucht. Daher ist hier ein typisches atlantisches bis subatlantisches Klima mit milden Wintern und kühlen Sommern ausgeprägt. Auch atlantische Tiefausläufer mit hohen Windgeschwindigkeiten und Sturmböen können bis tief nach NRW eindringen. Und dennoch, so beschreibt Frank Beranek seine langjährige Beobachtung, sind zerstörerische Unwetter im Großraum Hamm-Ahlen-Warendorf doch eher eine Seltenheit, während das benachbarte Ruhrgebiet zumeist häufiger betroffen ist.

Auch der Klimawandel ist messbar

Seine jahrzehntelangen Erfahrungen und der Austausch mit anderen Meteorologen lassen Frank Beranek auch über die Veränderungen des (lokalen) Klimas nachdenken. Die Messreihen seiner eigenen Station ab dem Jahr 2004 jedenfalls zeigen, dass der Klimawandel wohl auch in seiner Heimatstadt Ahlen messbar ist. So liegen beispielsweise die Durchschnittstemperaturen der Jahre 2004 bis 2017 in 10 Fällen über und in nur 4 Fällen gleich oder unter dem 20-jährig
gemessenen Mittel der benachbarten Station in Beckum aus den zwei Jahrzehnten zuvor. Zudem wird es wohl auch trockener: Seit 2008 wurde das langjährige Niederschlagsmittel der Klimareihe 1981-2010 der Messstelle Ahlen nicht wieder erreicht.

Und, wie wird nun das Wetter, Frank?

„Das Wochenende wird überwiegend sonnig!“ war Franks Antwort, als wir uns am frühen Freitagnachmittag verabschiedeten. Ein Blick auf meine Smartphone-App ließ mich aber skeptisch werden: Bewölkung und Regenschauer waren da für Hamm prognostiziert. Heute, am Sonntag sitze ich an meinem Schreibtisch und schreibe diesen Beitrag. Draußen ziehen einzelne Wolkengruppen vorbei, es regnet nicht und die Sonne scheint (fast) den ganzen Tag. Es wird
also höchste Zeit, mal nach draußen zu gehen …

Wetter & Klima – Wo liegt der Unterschied

Die Begriffe „Wetter“ und „Klima“ werden oft sinngleich verwendet. Dabei gibt es feststehende Definitionen, was man unter den völlig unterschiedlichen Begriffen zu verstehen hat. Insbesondere der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle.

Das Wetter
Als „Wetter“ wird der aktuelle Zustand der Atmosphäre inklusive aller seiner Phänomene (Temperaturen, Niederschläge, Bewölkung, …) in einem definierten Gebiet verstanden. Das Wetter wechselt ständig und ggf. sogar in sehr kurzer Zeit.

Ein Beispiel:
Das Wetter im Monat April ist durch häufige Wechsel von Niederschlägen und Temperaturen gekennzeichnet. Eine über mehrere Tage oder Wochen einigermaßen stabile Wetterlage ist im Frühjahr sehr selten. Im Sommer hingegen kann ein stabiles Hochdruckgebiet unter Umständen fast gleiche Wetterbedingungen (z.B. Hitze und entsprechende Wärmegewitter) über mehrere Tage oder Wochen bescheren. Wetterwechsel sind also völlig normal und Teil unserer erlebbaren Natur.

Das Klima
Als „Klima“ wird dagegen der langfristig gemittelte Zustand der Atmosphäre in einem definierten Gebiet (z.B. einer Klimazone, einem Land oder einem bestimmten Ort) bezeichnet. Ein Betrachtungszeitraum von mindestens 30 Jahren wird hier zumeist vorausgesetzt.

Ein Beispiel:
Das Klimadiagramm für die Stadt Hamm zeigt die Durchschnittstemperaturen der Monate Januar bis Dezember als rote Linie. Das bedeutet nicht, dass die Durchschnittstemperatur in jedem Jahr die gleiche ist, sondern abweichen kann. Über einen langfristigen Zeitraum (beispielsweise 30 Jahre) betrachtet, aber ist dies aussagekräftig genug, um Hamm beispielsweise ein sogenanntes „gemäßigtes Klima“ oder die fruchtbare Lage in der „Zone vorherrschender Westwinde“zu bescheinigen (blaue Balken zeigen die durchschnittlich ermittelten monatlichen Niederschläge). Kleiner Hinweis am Rande: Vergleicht man solche Klimadiagramme, welche es für so gut wie jeden Ort der Welt gibt, so kann man feststellen, ob ein Ort über das Jahr genügend Niederschläge erhält, um Landwirtschaft (ohne zusätzliche Bewässerung) möglich zu machen: Liegen die blauen (Balken-)Werte (Niederschläge) über den roten (Linien-) Werten (Temperatur), so ist die Niederschlagsmenge größer als die Verdunstungsmenge und der Ort kann als „humid“ (feucht) gelten (Gegenteil: „arid“ = trocken) bezeichnet werden.

Foto: © Thomas Reimann

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Wettervorhersage für Hamm

Montag, 30. März 2020

Vormittags bedeckt, -5° bis 2°
Nachmittags Schauer, 5° bis 7°
mäßiger Nordwestwind mit starken Böen
Nachts Schauer, -2° bis -4°
frostig in der Nacht!

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