Was schützt besser – Visier oder Maske ?

Immer mehr Menschen tragen Visiere anstelle von Mund/Nasenmasken.

Im Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung werden solche Visiere allerdings als Alternative zur normalen Maske nicht erwähnt. Einige Bundesländer haben jedoch Sonderregelungen. Als geeignete Alternative akzeptieren es Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Dem Robert-Koch-Institut zufolge können Visiere nicht als gleichwertige Alternative zur herkömmlichen Maske angesehen werden. Mit der Begründung, das die Plastikscheiben in der Regel nur die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen. Die Visiere liegen nicht eng am Kopf und umschließen Mund und Nase nicht. Dadurch kann auch vom Träger des Visiers potenziell virenhaltige Luft an den Seiten und nach unten entweichen. Ganz im Gegensatz zu den Masken, die Tröpfchen während des Sprechens, Husten oder Niesen abfangen. Gleichzeitig wird die Geschwindigkeit des Atems reduziert.

Bislang wurden solche Visiere in Artzpraxen, Kliniken und vom Personal in Friseursalons und Supermärkten getragen. Sie sollten dort aber lediglich zur Ergänzung zu den Masken getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Als generelle Regelung des RKI gilt. „Das Tragen eines Visiers ist jedem Bürger gestattet, der aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann“.

 

Foto © alex pin, AdobeStock

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