War der Herd der Corona-Pandemie eine Sekte in Südkorea?

Als die Ausbreitung des Corona-Virus noch nicht zur Pandemie geworden war, und fortan alle Aktivitäten auf sich gezogen hat, suchte man noch nach dem Herd des Ausbruches.

Anfang März war man fündig geworden, und hatte im starken Verdacht eine Sekte in Südkorea. Der Name der Gruppierung „Shinchonji“ heißt übersetzt „neuer Himmel und neue Erde.“ Gründer ist Man-Hee Lee, der sich als „Pastor der Endzeit“ bezeichnet. Die Mitglieder der Sekte halten sich für unsterblich, weshalb sie auch glauben, dass sie gegen Krankheiten immun sind.

Ihnen wurde unter anderem vorgeworfen, nicht ausreichend mit den Gesundheitsbehörden zusammengearbeitet zu haben. Die Stadt Seoul hatte so auch eine Strafanzeige gegen den Sektengründer und zwölf weitere führende Mitglieder gestellt.

Die Mehrheit der seinerzeit 4000 Infektionsfälle mit dem neuartigen Corona-Virus wurden in der  Stadt Daegu und der umliegenden Region gemeldet. Genau da, wo die Sekte stark vertreten ist. Die größte Anhäufung von Fällen gab es dabei unter Sektenanhängern in Daegu. Eine 61 Jahre alte Anhängerin wurde als 31. Patientin in Südkorea erfasst, die sich mit dem Virus infiziert hat. Sie hatte im Februar trotz fiebriger Krankheitssymptome noch an Gottesdiensten der Sekte teilgenommen.

Einige Mitglieder der Sekte besuchten im Januar die chinesische Stadt Wuhan, wo der Ursprung von Covid-19 vermutet wird.

Mittlerweile hat die Sekte sämtliche Einrichtungen im Land geschlossen und den Gesundheitsbehörden die Namen von mehr als 200.000 Anhängern übergeben.

In Deutschland gibt es in Frankfurt und Berlin Niederlassungen der Sekte.

 

Foto: © André Franke, AdobeStock

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