Versöhnungskirche bleibt – Schließung ist zur Zeit kein Thema

Ergebnis der Kirchenwahl 2020

Am 1. März 2020 fand in der evangelischen Kirchengemeinde Heessen die Kirchenwahl 2020 statt. Wahlberechtigt waren 3.733 Gemeindemitglieder. Die Anzahl der per Briefwahl und vor Ort abgegebenen Stimmen betrug 463 (400 per Briefwahl), 12 Stimmen waren ungültig.

Das Ergebnis der Stimmauszählung durch den Wahlvorstand ergab folgendes Ergebnis:

  1. Tomlik, Thomas: 359 Stimmen
  2. Wlochinski, Thomas: 359 Stimmen
  3. Dr. Hesselmann-Wagner, Kathrin: 354 Stimmen
  4. Böhm, Mathias: 352 Stimmen
  5. Graef, Jürgen: 352 Stimmen
  6. Edel, Rebecca: 350 Stimmen
  7. Kwasniok, Felix: 347 Stimmen
  8. Gröne, Anna: 344 Stimmen
  9. Dr. Grafen, Klaus: 98 Stimmen
  10. Nischwitz, Roger: 83 Stimmen
  11. von Renesse, Hans-Konstantin: 77 Stimmen
  12. Niemann, Hans-Jürgen: 76 Stimmen

Zum Wahlvorstand gehörten Frau Ingrid Schütz (Vorsitzende), Herr Holger Brandt (Beisitzer Bez. Versöhnungskirche) und Herr Rolf Nillies (Beisitzer Bez. Gellert-Haus).

 

Versöhnungskirche bleibt –
Schließung ist zur Zeit kein Thema!

Die Kirchenwahl der ev. Kirchengemeinde Heessen hatte in den Medien im Vorfeld für Aufmerksamkeit gesorgt. Unter anderem konnten Beobachter der Presseberichte der letzten Wochen den Eindruck gewinnen, die Zukunft der Versöhnungskirche in Heessen sei gefährdet. Dieser Eindruck war aber falsch – wie Hamm.NEWS im Gespräch mit Pfarrer Matthias David erfuhr.

Hamm.NEWS sprach mit dem Vorsitzenden des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde Heessen, Herrn Pfarrer Matthias David, der zugleich Pfarrer des Pfarrbezirks Versöhnungskirche ist.

“Unsere Kirchengemeinde zeichnet sich dadurch aus, dass wir zwei Gotteshäuser unterhalten, die den Charakter unsere Gemeinde geprägt haben und prägen. Dies sind die Versöhnungskirche und das Gellert-Haus. Zusammen mit den Menschen, die dort jeweils “ihre Heimat” haben, machen sie die große Vielfalt unserer Gemeinde aus.”, so David.

Gottesdienste stark differenziert

Die Gottesdienste finden nach einem sehr ausgeklügelten Plan an beiden Orten statt, so dass allen Gemeindemitgliedern die starke Verbundenheit zu “ihrer Kirche” erhalten bleibt und gleichzeitig das Verbindende und Gemeinsame fördert. Dabei sei das Angebot der Gottesdienste stark differenziert und orientiert sich an den oft sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Vom Aus-Zeit-Gottesdienst für Konfirmanden am Freitagabend über den gemeinsamen Tauf- und Familiengottesdienst, der Kinderkirche sonntags um 11, den “Gottesdienst anders” am späten Sonntagnachmittag bis hin zum traditionellen Abendmahlsgottesdienst sei alles dabei.

“Eine Schließung der Versöhnungskirche ist für uns zur Zeit überhaupt kein Thema!”

– Pfarrer Matthias David

“Erst vor Kurzen haben wir über 10.000 € zur Investition in die Versöhnungskirche bewilligt, um die Beleuchtung im Altarbereich zu erneuern”, unterstreicht Pfarrer David das Bestreben, die Versöhnungskirche zu erhalten.

Fortbestand kann gesichert werden

“Mit Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen könne er zwar keinen Blick in die ferne Zukunft werfen“, so Pfarrer David; er ist aber davon überzeugt, “dass der Fortbestand beider Häuser auch in den nächsten Jahren gesichert werden kann”, wenn die Menschen weiterhin beherzigen, dass das Wort “Gemeinde” unter anderem durch das Wort “gemeinsam” geprägt wird.

Nachdrücklich führt Pfarrer David aus: “Wer nur an seine eigene Kirchturmspitze denkt, also im Bezirksdenken verharrt” – wie es bei der zur Kirchenwahl nun antretenden sogenannten Opposition den Eindruck macht – “der wird am Ende alles verlieren.”

Gemeinsamkeit macht stark

“Auch bei schwindenden Mitgliederzahlen und nachlassender Finanzkraft sei die Finanzierung kirchlicher Orte durch bürgerschaftliches Engagement sehr gut möglich.” Hieraus ergibt sich zudem der positive Nebeneffekt, dass sich die Menschen stärker mit ihren Gotteshäusern identifizieren und das Gemeindeleben so aktiv und lebendig gehalten wird.

 

 

Foto: © Thomas Reimann

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