Russland führt trotz weltweiter Proteste Corona-Impfungen aus dem Schnellkochtopf durch

Die frühe Zulassung des ersten Impfstoffs gegen Corona ist weltweit umstritten. Nun haben die zuständigen Wissenschaftler aus Russland erstmals Ergebnisse aus der zweiten Testphase veröffentlicht. Getestet wurden sage und schreibe lediglich 76 Probanden. Danach soll Sputnik-V keine schweren Nebenwirkungen erzeugt und zur Produktion von Antikörpern geführt haben.

Der normalerweise weltweite Standard, die Zulassung erst nach der Testphase III durchzuführen, wurde in Russland nicht eingehalten.

Nach russischen Angaben liegt der Impfstoff in 2 Varianten vor: Einmal bei Minus 18 Grad gefroren und für die großflächige Anwendung gedacht. Und eine zweite Version in gefriergetrockneter Form, speziell für schwer erreichbare Regionen in Russland bestimmt.

Der Impfstoff selber basiert auf zwei „Adenovirusfaktoren“ (gezielt geänderte Viruspartikel aus der Gentechnik). Bei Sputnik-V handelt es sich dabei um ein nicht vermehrungsfähiges harmloses
Schnupfenvirus.

Die gezielte Anwendung zweier verschiedener Virusfaktoren soll verhindern, dass das menschliche Immunsystem eine Immunität gegen den verwendeten Impfstoff entwickelt.

Die Probanden waren gesunde Erwachsene, die sich sofort nach der Registrierung in Isolation begeben haben, und nach der Impfung noch 28 Tage im Krankenhaus waren.

Die Testdauer betrug 42 Tage. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen (50 %), Asthenie (Schwächegefühl, 28 %) und Muskelschmerzen (24 %).

Am Tag 42 der Studie hatten alle Probanden Antikörper gebildet.
(Quelle: Deutsches Ärzteblatt)

Foto: © thodonal, AdobeStock

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