Russland bringt Corona-Impfstoff aus dem Schnellkochtopf auf den Markt

Der russische Präsident Putin hat am Dienstag bekannt gegeben, einen funktionierenden Impfstoff gegen das Corona-Virus zu besitzen.

Das Paul-Ehrlich-Institut, das in Deutschland für die Zulassung von Impfstoffen zuständig ist, hat am Mittwoch bestätigt dass ein Projekt des russischen Gamaleya Instituts auf der Liste der WHO auftaucht. In einem Statement wurde hinzugefügt, das der Impfstoff trotz „limitierter klinischer Prüfungen“ zugelassen worden ist.

Das Problem dabei ist jedoch, das dem Paul-Ehrlich-Institut kaum etwas zu diesen klinischen Prüfungen übermittelt worden ist. So herrscht auch kein Kenntnisstand über Wirksamkeit und evtl. Nebenwirkungen. So warnt denn auch das Institut vor zu großer Eile bei dem Wettlauf um den ersten funktionierenden Impfstoff gegen Corona. Geprüft worden ist bisher anscheinend nur an wenigen Tausend Probanden. Das Institut hält allerdings den Test an etlichen Zehntausend Menschen für verantwortungsvoller.

Trotz alledem hat schon die Regierung des brasilianischen Bundesstaates Parana Interesse an dem Impfstoff bekundet.

In Deutschland wird dieser Impfstoff jedoch in absehbarer Zeit nicht auf den Markt kommen. Das Zulassungsverfahren in Russland ist nicht konform mit dem der EU.

In Russland wurden inzwischen 900.000 Corona-Infektionen registriert. Die Anzahl der Todesfälle liegt bei 15.000 Menschen.

Gerade in der ersten Zeit der Pandemie hat Putin versucht die Verantwortung in der Bekämpfung des Virus auf die Gouverneure der Regionen Russland zu verteilen.

 

Foto: © thodonal, AdobeStock

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