Präsident der Bundesärztekammer beugt sich in seiner Meinung zu Corona-Maßnahmen dem politischen Druck

Der Präsident der Bundesärztekammer hat seine Aussagen zum Tragen von Mundmasken zurück genommen.

HAMM.NEWS berichtete:
https://hamm.news/praesident-der-bundesaerztekammer-widerspricht-angela-merkel-zur-corona-lage–1005965/

In einer Mitteilung auf der Homepäge der Ärztekammer schreibt er: „Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes“. Er bedauere dass seine Aussagen zu erheblichen Irritationen geführt hätten“.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hatte sich von den Äußerungen Reinhardts distanziert. Wenn sich ein Ärztekammer-Präsident in einer Talkshow äußere, tue er dieses nicht als Privatperson.

Lauterbach forderte den Rücktritt von Reinhardt, sollte er seine Äußerungen nicht zurücknehmen. „Wir brauchen derzeit die Unterstützung der Funktionäre aus der deutschen Ärzteschaft. Wir brauchen nicht eine Infragestellung der Maßnahmen, die wissenschaftlich unstrittig sind“, so Lauterbach.


Kommentar von Wolfgang Große-Westermann:

Hier bleibt kein fahler Nachgeschmack, hier bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

Das eigentliche Anliegen von Reinhardt war offensichtlich. Er wollte deeskalieren und hat in ein Pulverfass gestochen.

Einen ähnlichen Vorstoß hatte schon einmal im September die Kassenärztliche Vereinigung unternommen.

HAMM.NEWS berichtete:
https://hamm.news/kassenaerztliche-vereinigung-deutschland-plaediert-fuer-einen-ausstieg-aus-dem-corona-panik-modus–1004559/

Ein Panik-Modus ist vorhanden, die Relationen von Zahlen und Maßnahmen sind am schwanken.

Seine eigene Meinung und sein eigentliches Vorhaben auf Druck von außen und auf den eigenen Arbeitsplatz in kürzester Zeit wieder um 180 Grad zu drehen, ist alles andere als förderlich im momentanen schweren Corona-Wellental.

Hier wurde von Seiten der Politik einem ranghohen medizinischen Funktionär die eigene Meinung aufgezwungen. Ob nun richtig oder falsch. Der Vorgang in dieser Form ist unmöglich.

Meinung ist Meinung und sollte nicht erst durch Druck von außen geändert werden.

Eine Rücktrittsforderung, verbunden mit einer Meinungsänderung, ist kein politischer Stil, auch nicht zu Corona-Krisenzeiten.

 

Foto „Dr. med. Klaus Reinhardt“ © Bundesaerztekammer

1 Kommentar
  1. Günter Güttler

    FURCHTBAR, wenn alles eingetreten wäre, was Herr Lauterbach prognostiziert hat, dann hätten wir schon 100000 Tote! Was der selbsternannte Experte + Einpeitscher der Regierung mit seiner Panikmache angerichtet hat, sollte man zukünftig auch dringend bewerten… 🤔

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