NRW-Landtag lehnt Soforthilfepaket für den NRW-Lokalfunk ab

Auch die Medien- und Werbewirtschaft ist durch die Corona-Krise stark betroffen.

Hierzu zählen auch die 44 lokalen Radiosender in NRW, die mit ihrem bunten Programm zum Zentrum des Lokaljournalismus gehören. Immer mehr Werbekunden springen ab und stornieren ihre Buchungen. Hierdurch brechen die nötigen Umsätze weg, die die Betreibergesellschaften für den kostenintensiven Sendebetrieb dringend benötigen.

Ein von der SPD-Fraktion eingebrachter Entschließungsantrag zum Gesetzentwurf für das „Gesetz zur Zustimmung zum Dreiundzwanzigsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag und zur Änderung weiterer Gesetze (18. Rundfunkänderungsgesetz)“ zielte auf eine finanzielle Absicherung des Lokalfunks in der Corona-Krise ab. Der von der SPD eingebrachte Antrag wurde gestern im Landtag mit Stimmen von CDU, FDP und AfD abgelehnt.

„Der Lokalfunk braucht jetzt schnelle Unterstützung. Den 44 Sendern sind binnen weniger Tage quasi die gesamten Einnahmen weggebrochen, die an Mitarbeiterzahlen orientierten Hilfsprogramme greifen hier nicht“,  – Frank Stach, Landesvorsiztender des Deutschen Journalisten Verbandes NRW.

Mit scharfer Kritik bewertet der DJV-NRW diese Entscheidung: „Das deutschlandweit einzigartige Zwei-Säulen-Modell des NRW-Lokalfunks bewährt sich gerade jetzt, da das Lokalprogramm in der Verantwortung der Veranstaltergemeinschaften und ihrer Redaktionen liegt. Lokale Berichterstattung vor Ort wird dringend gebraucht und auch nachgefragt.“, so Stach.

Der DJV-NRW hält ein passgenaues Paket zur finanziellen Unterstützung für die Lokalfunk-Sender für dringend notwendig. Der Verband fordert die Landesregierung dazu auf, die wirtschaftliche Existenz der Betriebsgesellschaften jetzt schnell zu stützen, um die einzigartige Lokalfunk NRW-Struktur aufrechtzuerhalten.

 

Foto: © DedMityay, AdobeStock

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