NRW-Gesundheitsminister Laumann will mit allen Mitteln verhindern, dass Geld an Tönnies fließt

Die Selbstherrlichkeit und der scheinbar totale Realitätsverlust in der Fleischindustrie scheint sich nun in der Person von Clemens Tönnies deutlich sichtbar zu machen.

Knapp einen Monat nach der öffentlichen Entschuldigung für den Corona-Ausbruch in seinem Betrieb und den daraus resultierenden Folgen, verbunden mit der Gelobung eines „schnellen Handelns“, hat Clemens Tönnies nun angekündigt staatliche Lohnkostenerstattungen notfalls vor Gericht durchfechten zu lassen. Er bestreitet nach dem Corona Ausbruch in seinem Betrieb „juristisch relevante“ Verfehlungen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef-Laumann hingegen geht davon aus, dass Tönnies keinen Regress für die vierwöchige Zwangspause geltend machen kann. Der Betrieb sei nicht nur aus Gründen des Infektionsschutzes, sondern auch „ordnungsbehördlich“ geschlossen werden.

Gleichzeitig findet er scharfe Worte für das Vorgehen von Tönnies: „Sie können sicher sein, dass die Behörden von Nordrhein-Westfalen freiwillig keinen Cent an Tönnies zahlen werden. Es wird alles so geprüft, dass möglichst kein Geld fließt.“

Laumann verbirgt dabei auch seine persönliche Erregung nicht: „Ich habe keinen Bock, dass ich Herrn Tönnies oder den Subunternehmern irgendwas überweise.“

Foto: © davit85, AdobeStock

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