Nach weiteren Einschränkungen vermehrt Anrufe bei der Lebenshilfe Hamm

Nach Auswertung der Gesprächsprotokolle aus den letzten Tagen, konnte die Lebenshilfe Hamm e.V. einen deutlichen Anstieg bei den eingehenden Anrufen feststellen, die sich auf das Corona-Virus beziehen.

Waren es am Montag, den 16.03.2020 noch 29 Prozent, stieg die Zahl am folgenden Tag schon auf knapp 40 %. Deutlich zu erkennen war eine Tendenz, wonach die Kurve der „Corona-Anrufe“ synchron zu den behördlich verhängten Einschränkungen verlief.

Die Lebenshilfe versucht diese Entwicklung aufzufangen, indem vermehrt personell aufgestockte Schichten gefahren werden. Normalerweise wird ein Ansprechpartner pro Schicht eingesetzt, jetzt versucht man zu Stoßzeiten zwei Mitarbeiter zu beschäftigen. Diese Stoßzeiten ergeben sich aus Erfahrenswerten, in der Regel ab 17.00 Uhr.

Die Beratung erfolgt lokal über Telefon und zertifiziertes Intranet, bundesweit über Chat und Mail. Normalerweise absolviert ein Mitarbeiter eine Schicht von 3-4 Stunden, in der Nachtschicht 8 Stunden. In den Chat-Schichten sitzen 4 Beschäftigte je zwei Stunden. Die Zahl der fest beschäftigten Mitarbeiter der Lebenshilfe Hamm liegt bei 80 Personen.

Der Inhalt der sich auf den Corona-Virus beziehenden Gespräche ist äußerst vielfältig. Oft sei es auch eine ältere Person, deren Partner herzkrank ist, und die sich nun Sorgen um einen durch Aufregung und Angst verursachten Infarkt macht.

In diesem Zusammenhang beleuchtet die Lebenshilfe auch die Rolle der Medien in diesem Szenario zwiespältig. Zum einen würden sie natürlich die Bürger mit den notwendigen Informationen und Maßregeln versorgen, zum anderen verursachen sie aber auch durch die massive Berichterstattung eine gewisse Unruhe. Die Lebenshilfe vermisst in den Medien ein wenig das Instrument der Beruhigung.

Die Lebenshilfe  Hamm e.v. existiert in dieser Stadt seit 40 Jahren.

 

Foto: © opolja, AdobeStock

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