Körperliche Beeinträchtigungen durch das Tragen einer Mundmaske nun wissenschaftlich belegt

Körperliche Beeinträchtigungen durch das Tragen einer Mundmaske nun wissenschaftlich belegt Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vermindert die körperliche Belastbarkeit von Menschen. Das ist die Grundaussage einer am Montag veröffentlichten Studie des Universitätsklinikum Leipzig. Daraus resultierend würde sich unter anderem die Frage stellen, ob Menschen, die mit einer Maske körperliche Arbeit verrichten, nicht häufiger eine Pause einlegen müssen wie normalerweise. Die Experten verwendeten für ihre Untersuchungen zwei unterschiedliche Typen von Masken. Chirugische Masken sowie FFFP2-Masken, die von medizinischem Personal benutzt werden. Die Messungen erfolgten auf einem sogenannten Ergometer (Fahrrad-Hometrainer) oder einem Laufband. Die Probanden wurden wechselseitig ohne Maske, und mit chirugischen bzw. FFP2-Masken untersucht.

Das Ergebnis war: Die Masken beeinträchtigen die Atmung, dabei vor allem das Volumen, und die Geschwindigkeit der Luft beim Ausatmen. Das Kraftpotential der einzelnen Personen auf dem Ergometer war deutlich reduziert. Im Stoffwechsel wurde eine schnellere Ansäuerung des Blutes diagnostiziert. Mit Fragebögen beurteilten die Probanden zudem ihr subjektives Empfinden, wobei sich auch hier eine erhebliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens zeigte.

Die Leipziger Mediziner sehen dabei ihre Ergebnisse nicht als Kritik oder Infragestellen der Maskenpflicht. Die wissenschaftlich nachgewiesenen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Allgemeinbefindens müssten aber bei den Corona-Maßnahmen berücksichtigt werden.

Quelle: Nachrichtenagentur AFP

Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen ist vorerst bis zum 11. August verlängert

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier hält eine Lockerung der Maskenpflicht für möglich, wenn die Zahl der Neuinfektionen auf unter 100 pro Tag sinkt.

Solange dieses nicht gegeben ist, werde die Pflicht überall da bleiben, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Dieses äußerte er in einem Interview mit der FAZ. Wenn die Neuinfektionen dauerhaft unter 100 pro Tag liegen würden, müssten Mediziner und Politiker neu nachdenken.

Momentan liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen bei aktuell (11.07.2020) 378 Fällen. Wobei dabei die Verbreitung schon sehr unterschiedlich ist. In Mecklenburg und Thüringen wurde jeweils an diesem Tage nur 1 neuer Fall gemeldet. In Nordrhein-Westfalen hingegen 143 Fälle.

 

Foto: © Ines Meier, AdobeStock

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