Lernfabrik 4.0 kommt

Stadt Hamm erhält 4 Millionen Förderung für den Aufbau einer „Lernfabrik 4.0“

Für die Einrichtung einer „Lernfabrik 4.0“ am Eduard-Spranger-Berufskolleg (ESBK) mit hochmodernen High-Tech-Anlagen und vernetzten Maschinen in einer knapp 1.000 Quadratmeter großen Werkstatthalle erhält die Stadt Hamm eine Förderung in Höhe von vier Millionen Euro aus dem Programm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ vom Land NRW.

Hightech-Maschinen und viel Raum

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Bildungsdezernentin Dr. Britta Obszerninks und Schulleiter Burkhard Häger wurde der Förderbescheid von Christoph Dammermann (Wirtschaftsstaatssekretär) und Mathias Richter (Schulstaatssekretär) überreicht.

„Mit der ‚Lernfabrik 4.0‘ schaffen wir Ausbildungsmöglichkeiten auf dem technisch aktuellsten Stand für die Schülerinnen und Schüler. Mit den neuen Maschinen und viel Platz in der neuen Werkstatthalle können moderne und digitale Arbeitsprozesse lebensecht dargestellt werden. Ich freue mich sehr, dass uns das Land NRW dabei tatkräftig unterstützt“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann bei der Übergabe des Förderbescheids.

Lernfabrik 4.0 kommt

„Die Lernfabrik 4.0 leistet einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Region – insbesondere in Industrie und Handwerk. Zugleich schafft sie spannende Entwicklungsmöglichkeiten auch ohne akademische Ausbildung“, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann.

Schulstaatssekretär Mathias Richter ergänzte: „In einer sich immer weiter digitalisierenden Welt gehört die praktische Vermittlung von Kompetenzen für ein komplexes Arbeitsumfeld zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben. Hierzu kann die Lernfabrik 4.0 auf der Höhe der Zeit einen realistischen Beitrag leisten.“

Im aktuellen Schuljahr lernen 1.931 Schülerinnen und Schüler am Eduard-Spranger-Berufskolleg. Sie erwerben berufliche Kenntnisse für ihre Ausbildung in Bau-, Holz-, Elektro- oder Metalltechnik sowie in Gestaltung und Informatik. Darüber hinaus bietet das ESBK jungen Menschen die Möglichkeit, Schulabschlüsse, die Fachhochschulreife oder das Abitur nachzuholen.

990 Quadratmeter große Werkstatthalle

Der Großteil des 4,5 Millionen Euro teuren Projekts entfällt auf den Bau einer rund 990 Quadratmeter großen Werkstatthalle (rund 2,4 Millionen Euro), der im südlichen Bereich des Grundstücks am Vorheider Weg geplant ist. In der neuen Werkstatthalle sollen der CNC-Maschinenbereich (inklusive eines Schulungsraumes) und der KFZ-Bereich mit E-Ladesäule und Schulungsraum untergebracht werden.

Die Anschaffung von hochwertigen digitalen und vernetzten Maschinen und Produktionsanlagen kostet rund 1,9 Millionen Euro. Die Metallwerkstatt erhält daneben einen neuen Werkbankraum und wird ebenerdig umgebaut. Die dadurch frei werdenden Ressourcen im Hauptgebäude sollen anderen Fachrichtungen zugutekommen.

 

Foto: von links: Burkhard Häger (Leiter ESBK), Schuldezernentin Dr. Britta Obszerninks, Mathias Richter (Schulstaatssekretär), OB Thomas Hunsteger-Petermann, Christoph Dammermann (Wirtschaftsstaatssekretär); © Stadt Hamm

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