Kann teurer werden als der Hauptgang: Vorsicht mit seltenen Namen im Restaurant

Bund und Länder haben sich gestern darauf geeinigt, dass für falsche Angaben in Restaurants und Bars künftig Bußgelder anfallen. Bundesweit werden dafür 50 Euro erhoben, in NRW soll der Betrag deutlich höher liegen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann nannte am heutigen Morgen ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Diese Maßnahme steht in der neuen Corona-Schutzverordnung und gilt zunächst bis zu dem 31. Oktober.

Angela Merkel hatte anfangs den Plan vorgebracht, die Bußgelder sollen von den Gaststättenbetreibern bezahlt werden. Inzwischen hat ein Regierungssprecher jedoch mitgeteilt, dass die Gäste selber die Strafe zahlen sollen. Bundesweit sollen die Betreiber jedoch die gemachten Angaben überprüfen.

Das Land NRW schert dabei schon aus, hier sollen Behörden diese Aufgabe übernehmen. So äußerte sich Karl-Josef Laumann am heutigen Morgen. „Wirte dürfen sich keine Ausweise vorlegen lassen und werden daher bei Falschangaben der Gäste auch nicht bestraft“. Eingespannt werden zu diesen neuen Maßnahmen die Ordnungsämter, welche dann stichprobenartig kontrollieren sollen.

Leichte Corona-Blüten schlägt das Ganze schon jetzt. Laumann gab als Beispiel an. „Wenn da einer schreibt Ich heiße Hase und wohne in der Höhle, dann sollte mal als Wirt vielleicht sagen, Haste Dir das gut überlegt ? Das kann teuer werden !

Andersrum gab Ingrid Hartges, Geschäftsführerin des DEHOGA-Bundesverbandes zu bedenken: „Wenn Angela Merkel oder Donald Trump eingetragen wird ist das eindeutig. Hier liegt ein Betrug vor. Nicht aber wenn dort Anton Müller oder Willi Schmitz eingetragen werden“.

Foto © Esther Hildebrandt, AdobeStock

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