Jens Spahn skizziert das Impfszenario im nächsten Jahr und äußert sich zu einer Impfpflicht

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin äußerten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundesforschungsminister Anja Karliczek (CDU) die Vermutung, dass ein Impfstoff gegen Corona wohl Anfang nächsten Jahres zur Verfügung stehen wird.

Dabei wolle man einen „sicheren und wirksamen Impfstoff“, und man müsse nicht unbedingt der Erste sein. So äußerte sich Jens Spahn weiter: „Ein Impfstoff kann erst zur Anwendung kommen, wenn der Nutzen höher als die Risiken ist“.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation laufen derzeit weltweit rund 170 Projekte zur Suche nach einer wirksamen Substanz. Bei 26 Projekten davon ist man schon bei Testimpfungen angelangt. Lediglich in Russland wurde ein Impfstoff  vor dem Abschluss großflächiger Verträglichkeitsstudien freigegeben.

Spahn betonte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass es in Deutschland keine Impfpflicht geben wird. „Es wird zu einer freiwilligen Impfung kommen“. Um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, müssten in Deutschland demnach ca. 60 % der Bevölkerung geimpft werden. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel auf freiwilliger Basis erreichen“.

Eine Umfrage im  „ARD-Deutschlandtrend“ von „Infratest Dimap“ hatte im August ergeben, dass sich 44 Prozent der Bevölkerung impfen lassen würden. 12 % erklärten sie würden dieses nicht machen.

Für eine beschleunigte Impfstoffentwicklung hat das Bundesforschungsministerium 750 Millionen Euro freigelegt. Die EU und Deutschland haben sich unter anderem bei CUREVAC und BIONTECH über Vorverträge Zugriff auf Hunderte Millionen Impfdosen gesichert.

Zur Beschleunigung des Vorganges wird dabei mit der Produktion schon begonnen, während die Zulassung läuft. Damit geht der Staat in ein finanzielles Risiko, falls die Impfstoffe nicht zugelassen werden oder es Probleme mit der Verträglichkeit gibt.

Die Impfkommission des Robert-Koch-Institutes geht davon aus, dass vorrangig ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und der Pflege geimpft werden sollen.

Schon jetzt wird besprochen, ob die Impfungen in Arztpraxen oder Impfzentren durchgeführt werden. Und wer das ganze Prozedere letztendlich bezahlt, Krankenkassen oder der Staat.

 

Foto: © Pixel-Shot, AdobeStock

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