In der Nase bohren gegen Corona – Selbsttests  für Lehrer

Eine neue Verordnung erlaubt es Lehrern und Pädagogen, sich selbst auf Corona zu testen. Ärzte kritisieren das, da eine Gefahr durch falsche Testergebnisse entstehen könnten.

Der NAV-Virchowbund wendet sich mit diesen Bedenken an Gesundheitsminister Jens Spahn. Abstriche könnten nur durch geschultes Fachpersonal durchgeführt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die hohe Sensitivität, die dem Antigen-Schnelltest bescheinigt wird, auch tatsächlich erreicht wird. Fehlerhafte Abstriche gefährden Menschenleben anstatt sie zu schützen.

Der Ärzteverband sieht nach eigenen Angaben die Gefahr, dass Selbsttests „die momentan lebenswichtigen Kontaktbeschränkungen“ unterlaufen können, weil Menschen mit angeblich negativem Tests sich an die Regeln nicht mehr gebunden fühlen.

Jens Spahn hat die seit Freitag geltende Verordnung nochmals im Fernsehen verteidigt. Demnach sollen sich insbesondere Lehrer und Pädagogen nun selbst auf Corona testen können. „Das ist nur ein Angebot, ich habe ja nicht gesagt alle müssen das umsetzen“, sagte Spahn dem ZDF.

Laut NRW-Gesundheitsministerium sollen diese Selbsttests nach den Winterferien „schnellstmöglich“ eingeführt werden. Vor dem Testen sollen Lehrer und Erzieher darin geschult werden, wie ein solcher Test ablaufen muss. Einer der wichtigsten Schritte: Ein Stäbchen muss man sehr weit in die Nase stecken.

 

Foto © ronstik, AdobeStock

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