Heute soll das genaue Konzept zu den bevorstehenden Impfungen veröffentlicht werden

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben ein gemeinsames Vorgehen bei den bevorstehenden Impfungen beschlossen. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag in Berlin mit.

Das Grundmodell sieht so aus, dass der Bund die Impfstoffe beschafft und die Länder Impfzentren einrichten. Davon geplant sind bundesweit 60 Standorte. Die Anlieferung soll erfolgen durch die Bundeswehr und/oder die Hersteller selber. Die Impfdosen sollen im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte aufgeteilt werden. Geeignete Standorte sollen bis zum 10. November von den Ländern benannt werden.

Ein Problem dabei ist, dass der Impfstoff wahrscheinlich bei minus 70 Grad transportiert und gelagert werden muss. Dafür müssen extra Ultratiefkühlschränke beschafft werden.

Nach der Zulassung wird es erst einmal nur geringe Mengen der Dosen geben. Zunächst sollen besonders Risikogruppen versorgt werden. Dabei sollen auch mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Den Nachweis eines jeden Einzelnen, dass er Risikopatient ist, muss die betreffende Person selber erbringen.

Die Teilnahme an der Impfung sei freiwillig, man wolle aber eine bundeseinheitliche „Impfkampagne“ starten.

Wer zuerst geimpft wird muss noch exakter festgelegt werden. In welche Reihenfolge bestimmte Gruppen eine Reihe dabei bilden. Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institut soll dabei noch eine Empfehlung erarbeiten. Diese Kommission, der Deutsche Ethikrat und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina haben bereits rechtliche und ethische Rahmenbedingungen festgelegt. Diese sollen heute vorgestellt werden.

Am Sonntag hat Angela Merkel schon erste Details zu diesem Vorgehen mitgeteilt. An erster Stelle sollen dabei Pflegekräfte, Ärzte und Risikogruppen gehören.

Zentrale Aufgabe sei es, 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Virus zu machen, „Entweder durch eine Impfung oder eine überstandende Erkrankung“, sagte die Kanzlerin. „Dann können wir auch alle Einschränkungen aufheben“.

 

Foto: © thodonal, AdobeStock

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