Handelsverbände teilweise unzufrieden mit den Lockerungsmaßnahmen

Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern über erste Lockerungen in der Corona-Krise dauert bei einigen Wirtschaftszweigen die Anspannung an.

Auf Kritik stößt vor allem die Maßnahme, zunächst nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern zu öffnen. Aber auch die Beschränkungen für die Bevölkerung bis zum 3. Mai löst Unmut aus.

Der „Verband der Familienunternehmer“ befürchtet, dass etliche Geschäfte die Durststrecke bis Mai nicht überleben würden.

Schon vorher hatte der „Deutsche Handelsverband“ Kritik in ähnlicher Form geübt. Es gäbe aus der Sicht des Handels kein Sachargument für eine stufenweise Öffnung der Läden.

Das Gastgewerbe fordert ein weiteres Rettungspaket, welches aus einem Fonds sowie der Kürzung der Mehrwertsteuer dir die Vor-Ort-Gastronomie bestehen sollte.

Als wichtiges Signal für die regionale Wirtschaft wertet die IHK-Nordrhein-Westfalen die gefassten Beschlüsse zu den Lockerungsmaßnahmen der Corona-Krise.

„Dass Einzelhandelsgeschäfte bis 800 Quadratmeter wieder öffnen dürfen, ist ein richtiger Schritt“, erläuterte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel. Diesem Schritt sollten aber schnell weitere folgen, wenn es die gesundheitliche Situation zulassen würde.

Die Differenzierung aufgrund der Verkaufsfläche hält er hingegen für schwierig. Es könnten auch in größeren Handelsunternehmen mit einigen baulichen Vorkehrungen wirksame Schutzmaßnahmen getroffen werden.

Auch im Tourismus und Gastgewerbe sieht er diesen Spielraum für „Geschäftsmodelle mit reduziertem Kontaktrisiko“. Beispielsweise durch Mindestabstände in Restaurants oder Abstandszonen im Kassenbereich.

 

Foto: © redaktion93, AdobeStock

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