Gibt es schon jetzt Alternativen zum Fleischkonsum?

Der Tönnies-Corona-Eklat hat kurzzeitig Licht in das Dunkel der Fleischindustrie gebracht.

Unwürdiger Umgang mit Menschen, aber gerade auch mit Tieren sind an das Tageslicht gekommen, und werden breit diskutiert. Grund genug einmal darzulegen, welche Alternativen und Varianten zum Fleischkonsum aktuell vorhanden sind.

Die Zukunftsvision:

Kunstfleisch

Die Technik für das Kunstfleisch stammt aus der medizinischen Zellzucht. Für die Herstellung werden einem Tier Stammzellen entnommen und in einer Nährlösung zu Muskelzellen vermehrt. Am Ende entstehen Fleischklumpen, die ähnlich wie Hack- oder Formfleisch verarbeitet werden können. Die Herstellung ist noch relativ teuer, und daher noch nicht marktfähig. Experten schätzen, dass in zwei bis drei Jahren Kunstfleisch verkauft werden kann.

Auf dem Markt:

Tofu

Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt. Das Produktionsverfahren ähnelt der Herstellung von Käse. Tofu ist kalorienarm und besitzt viel Eiweiß. Es kann wie normales Fleisch geformt und gewürzt werden. Eigengeschmack ist kaum vorhanden.

Seitan

Seitan besteht aus Gluten, dem wasserunlöslichen Kleber-Eiweiß von Weizenmehl. Es hat eine fleischähnliche Konsistenz.

Quorn

Quorn basiert auf Pilzkulturen. Durch Fermentation werden Mycoproteine gewonnen, die zu Produkten ähnlich Hackfleisch verarbeitet werden. Quorn-Produkte enthalten teilweise Hühnereiweiß und sind nicht vegan.

Beyond-Meat

Die Burger-Variante ist mittlerweile in Deutschland erhältlich. Der Beyond-Burger besteht überwiegend aus Wasser und Erbsenproteinen. Eine fleischähnliche Farbe entsteht durch die Zugabe von Rote-Beete.

Impossible Burger

Die neue Variante dieses Produktes besteht zum Großteil aus Wasser- und Erbsenprotein. Das Pflanzenhack kann wie normales Fleisch bluten und dementsprechend auch gebraten werden. Die Hersteller setzen dafür aus Genmanipulation gewonnenes Pflanzenblut ein. Eine Mixtur mit Soja und Hefe. Der Burger ist in Deutschland bisher nicht erhältlich.

 

Foto: © yuliiaholovchenko, AdobeStock

 

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