EINER FÜR ALLE – mit einem ungelösten Problem auf Stimmenfang

Kommentar von Wolfgang Große-Westermann.

Der Wahlkampf in Hamm zeichnete sich bisher durch eine gewisse Beschaulichkeit aus.

Nicht nur corona-bedingt, auch durch die Charakteristik der Plakate.

Wohltuend vor allem, Corona war kein Wahlkampfthema.

Bis jetzt, kurz vor den Stichwahlen.

Das Tragen von Mundmasken hat sich nicht als die Lösung des Virus-Problems erwiesen.

Lediglich als leidliches Mittel zum Zweck, die Wartezeit bis zur eigentlichen Lösung zu überbrücken. Das Corona-Virus löst sich nicht von selber auf, der Versuch seiner Beseitigung wird sich voraussichtlich im nächsten Jahr entscheiden. Die Entscheidung darüber, wie eine Herdenimmunität herzustellen ist. Entweder durch einen Impfstoff. Sollte der nicht entwickelt werden, muss über das Weglassen von Mundmasken wie in Schweden einmal nachgedacht werden.

Ob es jetzt gerade sinnvoll ist, mit einem ungelösten Problem auf Wahlkampf zu gehen, mag dahin gestellt sein.

Das Tragen dieser Mundmasken ist auf Bundesebene entschieden worden. Nicht von einzelnen Bürgermeistern für alle Bürger seiner Stadt.

Ob alle Bürger für diesen Bürgermeister sind, wird sich in Hamm bei der Stichwahl entscheiden.

In eigener Sache zu den Reaktionen auf den Kommentar „EINER FÜR ALLE“

Der am 20.09.2020 erschienene Kommentar „EINER FÜR ALLE“ ist auf Facebook teilweise stark kritisiert worden. Man titulierte den Text als „absurd“ und bescheinigte ihn als „kein Journalismus“. Eine Plakat mit Mundmasken tragenden Menschen und einem Ausspruch des Bürgermeisters „Einer für alle“ wäre keine Thematisierung von Corona im Wahlkampf.

Zum Journalismus gehört gelegentlich die Rekonstruktion von einzelnen Knotenpunkten zu einem sichtbaren Handlungsstrang. Thomas Hunsteger-Petermann hatte am 22. April 2020 als Vorsitzender des NRW-Städtetages der Landesregierung quasi ein Ultimatum gestellt, solle keine landesweite Maskenpflicht kommen, würde in Hamm eine solche Maskenpflicht eingeführt. Das Wahlkampfplakat erschien in unmittelbarer Folge nach dem unerwartet verlorenen ersten Wahlgang zur Wahl des Bürgermeisters.

Die heute im Westfälischen Anzeiger erschienene Anzeige mit Zitat von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) muss zur Frage einer möglichen Thematisierung von Corona im Wahlkampf nicht weiter erläutert werden.

Foto © oatawa, AdobeStock & Screen cduhamm.de; Quelle: Kasten „Alle für HP“ © CDU Hamm, Westfälischer Anzeiger vom 21.09.2020

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