Ein mutiertes Corona-Virus springt vom Tier auf den Menschen

Die dänische Regierung hat jüngst bekannt gegeben, dass alle Nerze auf Zuchtfarmen getötet werden müssen. Bei 200 Menschen wurde eine mutierte Form des Corona-Virus festgestellt, das vom Tier auf das Mensch übertragen worden ist.

Diese Mutation bewirkt möglicherweise, dass das Virus empfindlich auf menschliche Antikörper reagiere – und damit ein zukünftiger Wirkstoff weniger wirksam sei. Würde sich nun diese mutierte Form des Virus weiter unter der Menschheit verbreiten, könnte das verheerende Folgen für die Bekämpfung der Pandemie weltweit haben. Man habe auch aus diesem Grunde die WHO informiert.

Wissenschaftler können allerdings die Gefährlichkeit dieser Mutation noch nicht einschätzen, denn nicht jede Mutation macht ein Virus auch gleichzeitig gefährlicher. Manchmal verändern sich nur die Gene, aber die Eigenschaften des Virus nicht.

Trotzdem war die Rechnung der dänischen Regierung einfach. Nerze sind ein potentielles Risiko, also müssen sie weg.

Als größter Produzent von Nerzfellen sind 1139 Zuchtfarmen und etwa 17 Millionen Nerze betroffen. Auf 67 Nerzfarmen wurde der Bestand schon getötet.

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Allerdings offensichtlich ohne rechtliche Grundlage. Der dänische Lebensmittelminister Mogens Jenses räumte ein „einen Fehler begangen zu haben“. Es gebe keine rechtliche Befugnis, Tiere außerhalb einer Risikozone zu töten. Dieses habe er „nicht gewusst“.

Auch die Massentötung selber scheint strafrechtlich relevant zu sein. Die Tierschutzorganisation Dyrenes Beskyttelse hat Anzeige erstattet. Auslöser ist ein in den sozialen Medien kursierendes Video, das zeigt, wie noch lebende Nerze zusammen mit toten Tieren zum Abtransport zusammen gepresst werden.

Ist Deutschland auch betroffen ?

Die letzte Pelztierfarm in Deutschland musste 2019 ihren Betrieb einstellen. Schockierende Fernsehberichte von Manfred Karremann haben das Tragen von Pelzmäntel in Deutschland nicht mehr „chic“ machen lassen. Nach jahrelangem Druck hat auch die Bundesregierung reagiert, und hohe gesetzliche Auflagen für die Haltung von Pelztieren erlassen. Damit machte sich der Betrieb solcher Pelzfarmen nicht mehr wirtschaftlich attraktiv.

Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV)

Ein etwas makabres Unterfangen startete der DJV im Herbst 2017. Er gründete die Fellwechsel GmbH, mit dem Geschäftsmodell, Felle von erlegten heimischen Pelztieren zu vermarkten. Zusätzlich dazu wurde das Modelabel WE PREFUR entworfen. Ziel dieses ganzen Unterfangens: Das Tragen von Pelzen in Deutschland wieder salonfähig zu machen.

Das Projekt scheint gescheitert. Der Betrieb ist vorerst eingestellt. Man sei aber zuversichtlich, es im Herbst/Winter wieder aufleben zu lassen. Die Gothaer Versicherung hätte das Projekt finanziell unterstützt.

Anmerkung der Redaktion:

Der DJV hatte schon im Vorfeld Probleme, überhaupt eine Bank zu finden, die den Aufbau der Fellwechsel GmbH finanziell unterstützt. Finanziell eingesprungen ist in dieser Gründungsphase die Gothaer Versicherung.

Nach Anfrage von HAMM.NEWS bei der Versicherung wurde uns mitgeteilt: „Nach eingehender Beobachtung des ganzen Projektes und seiner Zielsetzung ist die Gothaer mittlerweile wieder ausgestiegen“.

Video © EuroNews

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