Ein kleines Stück Ostfriesland vor den Toren von Hamm

Im westlichen Teil des Kreises Soest, in unmittelbarer Nähe von Welver, liegt das mit 371 Hektar recht große Naturschutzgebiet Ahsewiesen.

Nasses Grünland, Röhrrichte, Hecken und unzählige Kleingewässer verleihen diesem Gebiet den Charakter einer Auenlandschaft. Und was sehr markant auffällt, es steht nicht ein einziges Haus dort.

Als Brut-, Rast und Überwinterungsgebiet von Wat- und Wasservögeln, sowie Lebensraum von Amphibien und Libellen wurde das Gebiet 1993 unter Naturschutz gestellt.

In den Jahren 1999 bis 2003 wurde durch bauliche Maßnahmen das Ahsehochwasser wieder in die Auenlandschaft geleitet, so dass sich im Frühjahr dort große Wasserflächen bilden.

In den Ahsewiesen brütet unter anderem einer der größten Populationen des Großen Brachvogels. Aber auch für ca. 150 weitere Vogelarten wirkt dieses Gebiet wie ein Magnet: Weißstorch, seltene Entenarten, Blau- und Schwarzkehlchen, Teichrohrsänger und Neuntöter, um nur einige zu nennen.

In den Ahsewiesen sind Besucher, egal ob Wanderer oder Radfahrer, willkommen. Es gibt einen 9 m hohen Aussichtsturm sowie eine überdachte Beobachtungshütte (Foto ist von dort entstanden).

Bei der Anfahrt mit dem Fahrrad empfiehlt sich der Wirtschaftsweg Rübenkamp / Kettlerholz. Mittlerweile für den normalen Autoverkehr gesperrt, führt er uns durch die ersten Anfänge der Ahsewiesen am Welver Wald entlang direkt nach Nateln.

Von dort in die Brunnenstraße weiter auf den Wirtschaftsweg Hacheney (früherer Name des Naturschutzgebietes), der uns dann direkt zum Ziel führt.

Der Rückweg lässt sich sehr ruhig auf der nördlichen Seite der Soester Straße fahren, über die Wirtschaftswege Berksen und Hündlingsen zurück Richtung Hamm.

Gute Fahrt !

 

Foto: © Wolfgang Große-Westermann

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