Die neuerliche Verordnung der Stadt Hamm zu privaten Feiern – ein Kommentar

Kommentar von Wolfgang Große-Westermann.

Der neuerliche Maßnahmenkatalog der Stadt Hamm wird Polizei und Ordnungsamt vor eine schier  unlösbare Aufgabe stellen.

Der Corana-Virus scheint da eine einfachere Aufgabenstellung erhalten zu haben.

Während die Ordnungsbehörden nun wohl etwaigen vagen Hinweisen nachgehen müssen. Und dabei oft vor Wohnungen oder Häusern stehen werden, wo zwar gefeiert wird, auch mit vielen Personen. Wo sich der Anlass dieser Festlichkeit jedoch, hingegen der Hochrechnung des Nachbarn, auf eine volle Jahreszahl des Geburtstages begründen. Und damit erlaubt sind.

Das Corona-Virus hat mit dieser neuerlichen Verordnung nun bessere Karten erhalten. Wer ist auf die Idee gekommen, bei allem gesunden Menschenverstand, Geburtstagsfeiern ab dem 70. Lebensjahr und alle Hochzeitsjubiläen im hohen Alter grundsätzlich zu genehmigen ?

Es wird viel diskutiert über Zahlenmaterial zu Corona. Im einem ist man sich aber einig: das Risiko an dem Virus schwer zu erkranken steigt mit zunehmenden Alter, bis hin zu den Hoch-Risiko-Gruppen über 75 Jahre. Das Durchschnittsalter der Todesfälle liegt bei ca. 80 Jahre.

Ein dringender Appell, Feiern in diesen Altersklassen, auch wenn es schwer fällt, momentan zu unterlassen, wäre äußerst sinnvoll gewesen.

Ein Hinweis auf eine ausdrückliche Genehmigung dieser Risiko-Versammlungen ist hingegen grob fahrlässig.

Eine korrekt ausgefüllte Kontaktliste hilft da im Ernstfall auch nicht mehr weiter.

 

Foto © Kzenon, AdobeStock

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