Die Corona Krise betrifft auch den islamischen Fastenmonat Ramadan

Das erste Osterfest ohne Gottesdienste, größere Feierlichkeiten und ohne Osterfeuer.  Aber auch andere Religionen betrifft die Corona-Krise.

Am 23. April beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. Wie diese Feierlichkeiten sich gestalten werden ist wohl noch unklar.

Normalerweise beginnt dieser islamische Fastenmonat mit der abendlichen Iftar, einer täglichen Feier des gemeinsamen Fastenbrechens. Bis zum 23. Mai dürfen gläubige Muslime dann von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang keine Nahrung zu sich nehmen.

All das wird in diesem Jahr wohl nicht in gewohnter Form stattfinden. Nicht nur das gemeinsame Feiern, auch das Fasten an sich könnte dazu führen, dass mehr Menschen durch das Virus erkranken.

Auch die rund fünf Millionen Muslime in Deutschland werden betroffen sein. Bund und Länder beschlossen am 16.März drastische Einschränkungen, um die Ausbreitung der Corona-Epidemie zu verlangsamen. Untersagt wurden unter anderem „Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften“.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, stellte dieses am 7. April noch mal deutlich klar. Sie betonte ausdrücklich, dass dieses selbstverständlich für alle Religionen gilt.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Masyzek, geht ebenfalls davon aus, dass die Moscheen auch zu Beginn des Ramadan geschlossen bleiben.

 

Foto: © eskay lim, AdobeStock

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