Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Hamm flächendeckend aus

Das Ordnungsamt der Stadt Hamm hat eine Hotline für die Meldung von entdeckten Nestern des Eichenprozessionsspinners (EPS) eingerichtet.

Unter der Rufnummer 0 23 81 / 17 7272 oder per Mail an ordnungsamt@stadt.hamm.de können Bürger Entdeckungen melden. Die Hotline ist freigeschaltet von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 12 Uhr.

Die Stadt Hamm beauftragt Fachfirmen mit der Entfernung der EPS-Nester im öffentlichen Raum. An neuralgischen Punkten (Schulen, Kindergärten, Spielplätze) werden die Nester innerhalb von drei Tagen entfernt. Bei Nestern im weiteren öffentlichen Raum kann die Entfernung mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Die Entfernung geschieht durch Absaugen oder Vernichten durch Hitze / Schaum.

Hintergrund:
Man unterscheidet bei der Bekämpfung des EPS zwischen mechanischen und chemischen Verfahren. Bei mechanischen Maßnahmen werden die Nester mit Hilfe entsprechender Geräte abgesaugt oder verbrannt.

Für den Einsatz von chemischen Mitteln gelten unterschiedliche Rechtsgrundlagen. Je nach dem, ob der EPS im konkreten Fall als Pflanzen- oder Gesundheitsschädling eingeordnet werden muss.

Zu Vermeidung von forstlichen Schäden ist der Einsatz von Insektiziden durch das Pflanzenschutzgesetz geregelt. In Siedlungsbereichen steht der Schutz menschlicher Gesundheit im Vordergrund. Hierbei greift das Chemikaliengesetz.

Der NABU hält den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald für unnötig und riskant. Die Fraßschäden sind für Bäume nicht bedrohend, der Einsatz von Insektiziden ist jedoch ökologisch gefährlich mit möglichen Folgeerscheinungen für das Ökosystem.

In Siedlungsbereichen befürwortet der NABU lokal begrenzte Maßnahmen dort, wo Menschen in Gefahr kommen. Doch auch dort sind mechanische Verfahren wie Absaugen dem Einsatz von Bioziden vorzuziehen.

Das Absaugen hat den Vorteil, dass dabei auch die Brennhaare beseitigt werden. Diese bleiben bei der Bekämpfung mit chemischen Mitteln noch über Jahre erhalten.

Mechanische Entfernungen sind für den Anwender nicht immer ungefährlich, zudem recht kosten- und zeitaufwendig. Auch können nicht immer alle Bereiche eines befallen Baumes vom Boden aus erreicht werden. Daher lehnt der NABU in Einzelfällen den Einsatz von Bioziden nicht ab. Das wirkungsvollste und gleichzeitig unbedenklichste Mittel ist zur Zeit Dipel ES mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis. Quelle: Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)

Foto: © benschonewille, AdobeStock

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