Der Deutsche Ethikrat spricht sich eindeutig gegen eine Impfpflicht aus

Ältere Menschen und Angehörige anderer Risikogruppen sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) bei Impfungen gegen das Corona-Virus bevorzugt werden. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das gestern von der STIKO, dem Deutschen Ethikrat und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina vorgestellt wurde.

Demnach sollen außerdem Personen, die in „Bereichen der Daseinsvorsorge“ Schlüsselfunktionen haben, ebenfalls prioritär geimpft werden. Dazu zählen Beschäftigte bei der Polizei, in Gesundheitsämtern oder an Schulen.

„Wir müssen das so machen, dass am Ende der größte Nutzen für die ganze Bevölkerung dabei herauskommt“, sagte der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens.

Alle drei Organisationen, STIKO, Ethikrat und Leopoldina sind gegen eine generelle Impfpflicht.

Impfungen setzten eine aufgeklärte, freiwillige Zustimmung voraus, erklärten die Sprecher der Organisationen. Eine undifferenzierte Impfpflicht sei deshalb auszuschließen. Allenfalls beim Vorliegen schwerwiegender Gründe lasse sich für eine klar definierte Gruppe von Menschen eine solche Impfpflicht rechtfertigen – etwa für Mitarbeiter die ständigen Kontakt mit Hoch-Risikopatienten haben.

 

Foto: © thodonal, AdobeStock

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