Der Corona-Virus – nimmt ihm jede neue Infektion seine Kraft ?

Kommentar von Wolfgang Große-Westermann

Der aktuelle Fall eines massenhaften Auftreten des Corona-Virus bei Tönnies, und vermehrte Infektionen in Schulen haben die Medienakzeptanz und Aufruhr in der Bevölkerung wieder angeheizt.

Wenngleich, der Corona-Virus zeigt auch hier nur seinen wahren Charakter und seine zielgerichtete Vorgehensweise: Er bezieht seine Gefährlichkeit durch seine Ungefährlichkeit. Die fast 700 Arbeiter bei Tönnies befanden sich nicht in einer momentanen Arbeitsunfähigkeit, als ihnen die Diagnose „Corona“ mitgeteilt wurde. Sie standen mitten im Arbeitsalltag, was für diese Menschen eine starke körperliche Belastung im Schicht-Betrieb bedeutet. Den Kindern in Schulen ereilte die Diagnose, als sie normal am Schulbetrieb teilgenommen haben.

Was auch die Strategie des Corona-Virus zeigt: Er benutzt jüngere Menschen als Wirte, denen er eine fast vollkommene Freiheit von Krankheitssymptomen beschert. Um dann deren Unwissenheit zu nutzen und sich in die Gruppe der Risikopatienten transportieren zu lassen. Dementsprechend hoch wahrscheinlich die Dunkelziffer. Und dementsprechend niedrig die Sterbequote, die schon jetzt nur unwesentlich höher liegt wie bei einer normalen Grippe. Somit stellen die aktuellen Vorfälle in Großbetrieben und Schulen keine direkte Gefahr dar, sondern nur eine indirekte. Die Gruppe von Menschen, die als Wirte dienen ohne dabei selber schwer zu erkranken, hat sich erhöht.

Vor wenigen Wochen wagte ein Wissenschaftler einmal die etwas abstrus und riskant anmutende These, man solle möglichst viele vitale Menschen sich mit dem Virus anstecken lassen. Nach einer Infektion mit einem Virus entwickelt der menschliche Organismus Antikörper, die anschließend für einen gewissen Zeitraum vor einer Neuinfektion schützen. Bei Corona hat man noch kaum Erfahrenswerte, man geht aber von ca. 10 Jahren aus. In dem Zeitraum wird diese Person nicht wieder krank, und kann auch so keine andere Menschen anstecken.

Die logische Schlussfolgerung daraus wäre, dass dem Corona-Virus irgendwann seine potentiellen Wirte ausgehen. Ihm geht schlichtweg die Luft aus und die Kraft zu Ende. Diese Modell-These ist aber nur dann praxistauglich, wenn geeignete Mechanismen entwickelt wurden oder ein Impfstoff vorhanden ist, um die Gruppe der Risikopatienten zu schützen. Ohne diese Schutzvorkehrungen wird dem Virus wohl tatsächlich in einem gewissen Zeitraum der Nährboden entzogen sein, aber zeitgleich werden die Todesfälle in den Risikogruppen der alten Menschen in die Höhe schnellen.

So bleibt wohl weiter nur die Strategie von uns Menschen, potentielle Wirte des Virus voreinander zu schützen. Mundschutz, Sicherheitsabstand, Kontaktbeschränkungen.

Besiegen können wir denn Virus dabei nicht. Es wird immer wieder zu Ausbrüchen kommen wie jetzt bei Tönnies. Wobei die Dramatik dabei relativ zu betrachten ist. Der Virus befand sich noch in seiner Aufbauarbeit.

 

Foto: © alphaspirit, AdobeStock

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