Das Robert-Koch-Institut verzeichnet entgegen anderer Verlautbarungen einen Rückgang der Infektionsrate

Politiker und Virologen sprechen schon von einer neuen Welle. Maßnahmen sollen wieder verschärft werden, Masken-Verweigeren soll in Zukunft ein Bußgeld drohen.

Das Robert-Koch-Institut spricht allerdings eine andere Tonart.

Das RKI hat in seinem jüngsten Lagebericht mit 2000 Neuinfektionen in 24 Stunden den höchsten Wert seit Ende April gemeldet. Seit Ende Juli sind die Infektionszahlen permanent gestiegen.

Trotzdem sieht das Institut darin keinen wirklichen Anstieg der Neuinfektionsrate. Grund dafür ist der Umstand, dass auch die Anzahl der Test immens gestiegen ist. Ende Juli waren es noch 580.000 Tests, zwei Wochen später schon 880.000 abgeschlossene Tests.

Beachtenswert ist dabei die Trefferquote der positiven Testergebnisse. Ende April lag diese Quote bei 5 Prozent, derzeit liegt sie bei unter 1 Prozent.

Auch die Reproduktionszahl (bei Zahl 1 steckt 1 Infizierter 1 anderen an) ist gesunken. Vom Vortag zum nächsten Tag von 1,04 zu 1,02. Dieser Wert gibt das Infektionsgeschehen der letzten 10 Tage wieder.

 

Foto: Robert-Koch-Institut © PiRi TV, AdobeStock

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