CreativRevier Heinrich Robert soll 1000 neue Arbeitsplätze bringen

Auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Heinrich Robert  in Herringen sollen sich 100 Firmen mit 1000 Arbeitsplätzen ansiedeln. Das sagte uns der Geschäftsführer der Entwicklungsagentur des CreativReviers, Martin Löckmann.

Aktuell sind auf dem Gelände drei Mitarbeiter im ehemaligen Pförtnerhaus anwesend, um das Gelände zu erschließen, Planungsrecht zu schaffen und bei Bedarf Interessenten über das Gelände zu führen. Zu den Firmen können Software-Entwickler und IT-Unternehmen gehören, Consultants und Business-Berater, Yogastudios, Farbdesigner, Kochstudios sowie Pädagogen und Psychologen und Gastronomen aller Art.

Der kontaminierte Bodenaushub soll zu einem begrünten Landschaftsbauwerk werden; die Energieversorgung soll durch Photovoltaik und Geothermie CO2 neutral und damit nachhaltig sein.

Erste Interessenten sind neugierig

Die ersten Unternehmen sind neugierig auf das neue CreativRevier Heinrich Robert in Hamm-Herringen. Für die Hälfte der 30.000 qm großen Fläche gebe es bereits Interessenten, sagte der Geschäftsführer der zuständigen Entwicklungsagentur, Martin Löckmann, am 4. März 2020 auf dem RoundTable des Kreativ.Quartiers Hamm.Mitte, zu dem das Stadtmarketing eingeladen hatte. Das Projekt sei nicht mehr aufzuhalten, so Löckmann. Und vor Ort stoße es auf das Wohlwollen der Bürger und keiner Gegenwehr.

Alle alten Gebäude des ehemaligen Bergwerks sollen individuell genutzt werden. Sie seien “wie Edelsteine” und würden Mieter und Besucher gleichermaßen faszinieren, sagte der Investor Jürgen Tempelmann, der bereits das CreativQuartier auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold in Dorsten entwickelt hat. Dort zahlt jeder der 70 Mieter einen Marketing-Beitrag von 50 Cent pro Quadratmeter seiner Nutzfläche. Mit dem Geld werden u.a. 100 Konzerte und Events jährlich finanziert, zu denen eine Million Besucher jährlich aus der Region kommen. Insgesamt wurden dort 650 Arbeitsplätze geschaffen.

Ein Besuchermagnet dort sei auch ein alter mächtiger Generator, den ein Bergwerksverein wieder zum Laufen gebracht habe und fachkundig erklären könne im Zusammenhang mit dem Leben und Arbeiten der Bergleute auf der Zeche.

Jährlich 2 Mio. für die Stadt Hamm

2 Mio. Euro im Jahr soll das künftige CreativRevier Heinrich Robert in Herringen jährlich für die Stadt einbringen. Das sagte der Investor Jürgen Tempelmann am 4. März 2020 in Hamm. Events und Entertainment sollen das CreativRevier Heinrich Robert bekannt und beliebt machen. An jedem Wochenende wird dort richtig viel los sein, kündigte Tempelmann an.

Mitfinanziert werden die Märkte und Treffen, Messen und Events durch alle Beteiligten vor Ort, die pro Quadratmeter Nutzfläche 50 Cent zahlen müssen. Auf diese Weise würde ein Supermarkt z.B. die Internet-Präsenz eines kleinen StartUp-Unternehmens  ermöglichen. Und die Parkplätze des Marktes braucht man, wenn abends und am Wochenende dort richtig was los ist.

In der imposanten Waschkaue des ehemaligen Hammer Bergwerks sind Messen und Märkte geplant und auch das Direktionsgebäude soll noch in diesem Jahr erstmals wieder genutzt werden. Interessiert an dem CreativRevier ist offenbar auch ein bekanntes Tonstudio, zu dem beste Probenräume gut passen würden, so Tempelmann.

Bei den Mietern achte man darauf, dass alle offen füreinander sind. Nur so könne man sich gegenseitig inspirieren und voneinander profitieren.

Das Bauvolumen wird auf 200 Mio. Euro beziffert, davon 4 bis 7 Mio. allein für die Regenentwässerung. Auch soll kontaminierter Bodenaushub auf dem ehemaligen Parkplatz sicher eingelagert werden.

Unterstützung durch Marc Herter

Besonders engagiert hat sich der Hammer Landtagsabgeordnete Marc Herter (SPD) für das Projekt “CreativRevier”.  So gelang es ihm u. a. den Investoren Jürgen Tempelmann auf das Projekt aufmerksam zu machen.

 

Foto: © Ralf Urner, AdobeStock

 

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