Corona-Virus zeigt in Schlachtbetrieben seine Gefährlichkeit der Ungefährlichkeit

Das Corona-Virus zeichnet sich gleichsam durch seine Ungefährlichkeit wie auch Gefährlichkeit aus.

Seine Ungefährlichkeit liegt in dem Umstand, dass es vornehmlich für Risikogruppen gefährlich ist. Dabei alte und schwache Menschen mit herunter gefahrenem Immunsystem.

Menschen im jungen und mittleren Alter zeigen in der Regel nur schwache Symptome oder registrieren die Erkrankung gar nicht. Was das Virus wiederum auch so gefährlich macht. Es zeigt sich schon in seiner Struktur durch ein starkes Ansteckungspotenzial aus. Wird dann wohl ganz augenscheinlich auch von etlichen Menschen transportiert, die von ihrer Infektion keine Kenntnis haben. Das treibt die Dunkelziffer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weit in die Höhe.

Jüngstes Beispiel dafür sind die Infektionsausbrüche in deutschen Schlachtbetrieben. Der Infektionsherd in diesem Fall sind ausländische Billig-Arbeitskräfte, zu mehreren Personen in räumlich kleinen Unterkünften untergebracht.

Alle positiv getesteten Menschen aus dem Arbeitsprozess heraus gerissen. Unwissend, dass sie mit Corona infiziert waren.

Die Gewerkschaft NGG hat am 12.05.2020 ein Schreiben an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, gesendet.

Die bisher bekannt geworden Fälle in deutschen Schlachthöfen seien symbolisch für die gesamte Fleischwirtschaft. Die NGG fordert daher eine Kontrolle aller Mitarbeiter in allen Betrieben Deutschlands.

Die Praxis der Werkvertragsbeschäftigung würde Freiraum für fragwürdiges und kriminelles Handeln ermöglichen. Unbezahlte Arbeitsstunden, baufällige und überteuerte Unterkünfte seien den Behörden schon seit Jahren bekannt.

 

Foto: © Sutipond Stock, AdobeStock

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