Corona-Virus gegen Immunsystem – Das Protokoll einer Heilung

Das menschliche Immunsystem ist auf neuartige Erreger wie das Corona-Virus in der Regel gut vorbereitet.

Die Zeitschrift Nature Medicine (seit 1995 monatlich erscheinende Fachzeitschrift der Nature-Verlagsgruppe) hat einer der ersten Erkrankungen in Australien einmal wissenschaftlich begleitet. Und dabei dokumentiert, wie die Abwehrzellen mit dem Erreger fertig werden.

Eine 47-jährige Frau war 11 Tage nach ihrer Einreise aus Wuhan mit Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, trockenem Husten, Brustschmerzen, leichter Atemnot und Fieber erkrankt. Bei der Aufnahme in einer Klinik in Melbourne hatte sie eine Temperatur von 38,5 Grad, einen Puls von 120 pro Minute und einen Blutdruck von 140/80. Die Frau war leicht bis mittelschwer erkrankt.

Es wurden in der Klinik an sechs Tagen 3 Abstriche gemacht,  die alle positiv waren. Am 6. Tag wurde der Virus sogar auch im Stuhl nachgewiesen. Schon am 7. Tag war der Abstrich jedoch schon wieder negativ. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Immunsystem die Infektion bereits unter Kontrolle.

Die Patientin erholte sich in den folgenden Tagen von dem Infekt, ohne dass sie mit Sauerstoff oder antiviralen Medikamenten behandelt wurde. Am 10. Tag war auch ein Röntgenbild der Lunge wieder ohne Krankheitsbefund.

Begleitet und dokumentiert wurde dieser Heilungsprozess von einem Ärzteteam des Doherty Institute, die genaue immunologische Untersuchungen durchgeführt haben.

Das erste messbare Zeichen einer Immunreaktion war ein Anstieg der Antikörper-produzierenden Zellen. Diese waren am  Tag 7 nachweisbar, und erreichten bereits am Tag 8 ihren Gipfel. In dieser Zeit kam es auch zu einem Anstieg der T-Helferzellen, deren Aufgabe die Zerstörung aller Zellen ist, in denen sich Viren vermehren.

Der Kampf des Immunsystems gegen das neue Virus verlief kurz und nicht besonders heftig. Das Immunsystem der Frau hat innerhalb weniger Tage die notwendigen Schritte eingeleitet, um den Angriff der Viren abzuwehren. Warum dies nicht in allen Fällen gelingt und bei einigen Menschen die Erkrankung tödlich verläuft, dürfte in den nächsten Monaten Gegenstand weiterer Studien sein.

 

Foto: © Kzenon, AdobeStock

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