Corona schlägt Blüten aus Holz im Erzgebirge

Ein Familienbetrieb aus dem Ort Seiffen im Erzgebirge hat den Chefvirologen der Berliner Charite als Holzfigur nachempfunden und ihn auf ein stilisiertes Virus gestellt.

Sein Schöpfer Tino Günther sagte gegenüber dpa: „Volkskunst orientiert sich immer an der Zeitgeschichte, an dem, was passiert“.

Das 26 Zentimeter hohe Räuchermännchen trägt einen weißen Kittel, ein Mund-Nasen-Schutz und zersaustes Haar. Diese Ähnlichkeit mit dem bekannten Wissenschaftler Drosten sei aber „rein zufällig“, ergänzt Günther augenzwinkernd.

Im Unterschied zum traditionellen „Räuchermännchen“ raucht die Virologen-Figur nicht aus dem Mund. „Das geht ja schon nicht durch den Mund-Nasen-Maske-Schutz“. Stattdessen qualmt dem Räuchermann sinnbildlich der Kopf. Außerdem streckt der Virologe – versteckt unter der Maske – der Pandemie die Zuge heraus.

 

Kommentar von Wolfgang Große-Westermann:

Kunst hat viele Funktionen, die sie auch in der Vergangenheit schon häufig wahrgenommen hat. Gegen Rechts, gegen Apartheid, Live-Aid, We are the world, u.s.w.

Bei Corona sterben Menschen, werden krank, werden in Maßnahmen gedrängt.

Das Räuchermännchen ist keine Kunst, sondern ein missglückter Gag am falschen Platz.

Keine Satire, keine Kunst, einfach nur Blödsinn.

 

Screenshot © spielwarenmacher.jimdofree.com

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