Corona-Hysterie? Supermärkte und Reiseveranstalter bleiben gelassen

Bei mittlerweile 200 mit dem Corona-Virus infizierten Menschen deutschlandweit, zeigt sich das Geschehen mittlerweile eingebettet in einem Wellental, zwischen zunehmender Medienpräsenz und extremer werdenden Reaktionen der Bürger.

Immer häufiger erscheinen Berichte von Hamsterkäufen, Ausverkauf und sogar Diebstahl von Desinfektionsmitteln.

Hausgemachte Hysterie

Sinkende Verkaufszahlen der Printmedien haben zur Folge, das sich immer häufiger Zeitungen zu Verlagsgruppen und Redaktions-Netzwerken zusammenschließen. Logische Schlussfolgerung: Wird ein Thema ignoriert, wird es auch flächendeckend nicht aufgegriffen. Wird ein Thema zum Ereignis deklariert, führt es auch flächendeckend zu einer Berichterstattung. Die Inkarnation davon scheint sich gerade in dem  Corona-Virus sichtbar zu machen, das Konkurrenzdenken unter den Verlagen tut sein übriges.

Supermarkt-Ketten zeigt sich gelassen

Wirtschaftszweige, die im direkten Kontakt mit dem Menschen stehen, und auch vom ersten Moment an betroffen waren, zeigen sich hingegen erstaunlich gelassen und ruhig. Etliche große Supermarkt-Ketten äußerten sich auf Anfrage von Hamm.NEWS gut vorbereitet und den aktuellen Geschehnissen gewappnet.

Lidl-Deutschland beobachtet die Entwicklung sehr genau, hatte aber auch schon im Vorfeld für verschiedene Szenarien Prozesse entwickelt, die den betrieblichen Ablauf unter besonderen Umständen sicherstellen. In einigen Regionen wurden tatsächlich deutlich höhere Abverkäufe beobachtet. Besonders Artikel aus dem Trockensortiment wie Konserven und Nudeln, sowie aus dem Hygienebereich mit Schwerpunkt Desinfektionsmittel.

Der Konzern orientiert sich hinsichtlich des Corona-Virus an den Angaben des Robert-Koch-Instituts. Aktuell werden die Mitarbeiter bezüglich Hygienevorschriften und rechtzeitigem Erkennen von Krankheitssymptomen sensibilisiert. Bei Bedarf würden nach Abstimmung mit den Behörden weitere Maßnahmen zum Schutz von Personal und Kunden in die Tat umgesetzt.

Auch Aldi-Nord verzeichnet aktuell erhöhte Absatzmengen von bestimmten Produkten, dieses allerdings nur in vereinzelten Fällen über Deutschland verteilt. Weitreichende Lieferengpässe für Hygieneprodukte können allerdings nicht ausgeschlossen werden. Maßnahmenpakete und Kontakt zu dem Krisenstab der Bundesregierung werden kontinuierlich eingearbeitet. Gleichzeitig wird in Einzelfällen die Teilnahme an Messen und Auslandsreisen überprüft.

Ebenso relativ gelassen und anscheinend gut vorbereitet zeigt sich KAUFLAND. Auch hier werden nach Anfrage erhöhte Absatzmengen von Konserven und Hygienemitteln beobachtet. Aufgrund eines großen Warensortiments wären jedoch keine Engpässe zu erwarten.

Reisebranche registriert
gestiegene Buchungszurückhaltung

Ebenso schnell von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen waren Reiseveranstalter. Wenngleich auch hier nach wie vor Ruhe und Gelassenheit ausgestrahlt wird. Auf Anfrage erklärt der Deutsche Reiseverband (DRV), dass der Virus durchaus eine Herausforderung für die Reisebranche darstellt. Es sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar, wie sich die Situation auf das Reiseverhalten der Deutschen auswirken wird. Aktuell beobachtet man eine gestiegene Buchungszurückhaltung. Für eine Prognose der weiteren Entwicklung sei es jedoch noch zu früh.

Ähnlich wie die Supermark-Ketten richtet man sich auch hier nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und dem Auswärtigen Amt.

Zahlreiche Reiseveranstalter haben schon reagiert und die Stornierungs- und Umbuchungsregeln gelockert.

 

Foto: © Alfons Ven, AdobeStock

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26. November @ 18:00 - 21:00 CET
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29. November @ 11:00 - 16:00 CET
Dez 05

Disco 44 – Die Party zum Tanzen

5. Dezember @ 19:00 - 6. Dezember @ 1:00 CET

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