Tanzend durch die Corona Krise

120 Tage im Lockdown– wie man es schafft positiv zu denken , Chancen zu sehen und Möglichkeiten zu nutzen

Seit November 2020 sind die Türen der Fitnessstudios und Tanzschulen in ganz Deutschland geschlossen. Auch für mich war nach 8 Jahren Selbstständigkeit, 7 Tage die Woche 10– 14 Stunden täglich arbeiten von heute auf Morgen Schluss damit.

Alles für was ich bisher gebrannt habe, was meinen Alltag bestimmt hat, wurde von jetzt auf gleich auf Eis gelegt. Keine bewegenden Momente mehr in Tanzkursen oder auf der Bühne, keine mitreißenden Shows, keine Moderationen und Animationen im In– und Ausland, keine Routine, kein Alltag, keine Einnahme.

Zeit sich zu fragen, was will ich eigentlich?

Doch im Leben hat 2 Seiten. Alles Schlechte hat auch was Gutes, man muss nur genau hinsehen.
Die Corona Krise schenkt vielen von uns Zeit. Mehr Zeit für Familie, Haustier, Wohnung und Garten. Für mich war die Zeit gekommen mein bisheriges Leben zu überdenken, Zeit mich auf meine Werte zu besinnen, Zeit dankbar zu sein. Dankbar, für das was ich schon erreicht habe, für die Menschen um mich herum die ich liebe und die mich lieben, aber auch Zeit kritisch zu sein und zu hinterfragen:

Was ist mir wirklich wichtig? Wer ist mir wirklich wichtig?

Was mir seit Beginn des „Lockdown Light“ im November 2020 am meisten fehlt, war definitiv der Kontakt zu anderen Menschen und von heute auf Morgen keine Routine und keinen Alltag mehr zu haben.

Bereits nach wenigen Tagen fiel das morgendliche Aufstehen immer schwerer, schließlich war die Wäsche schon gemacht, die Wohnung schon geputzt und der Einkauf schon erledigt.
Zeit die Perspektive zu wechseln! Denn wenn die Tanzschüler nicht zu dir und zu Veranstaltungen kommen können, dann muss der Tanzunterricht und das Konzert halt zu den Leuten kommen. Direkt ins Wohnzimmer gestreamt bekommt „disTANZ“ eine ganz neue Bedeutung!

Tanzkultur bringt Veranstaltungen direkt ins Wohnzimmer

Über das Projekt Tanzkultur, ein Zusammenschluss von Tanzschulen aus dem gesamten Bundesgebiet, konnten wir nicht nur unsere Tanzschüler erreichen, sondern auch Künstlern eine neue Plattform bieten sich zu präsentieren und neue Einnahmen zu generieren.

So bekam ich die Möglichkeit gemeinsam mit Musical Darstellern zu tanzen, die Choreographien für den Kinderliedermacher Tom Lehel (bekannt aus ZDF Ki.Ka) zu erstellen und gemeinsam mit ihm zu performen und dem Zauberer Carsten Fenner zu assistieren.

Wo eine Tür zufällt geht eine andere auf…

… sagt meine Mutter immer, und so ist es auch! Durch die tollen Online Aktionen ergeben sich interessante neue Aufträge, die mein bisheriges Tätigkeitsfeld nicht ersetzen können, mir aber zumindest die nötige Motivation geben weiter zu machen und nicht auf zu geben, wie z.B. das Durchführen Europas größten inklusiven Onlinedisco für die Special Olympics oder die Videoproduktion des Neujahresgrußes der Schornsteinfeger für die Stadt Hamm.

Das Tanzen, die Zusammenarbeit mit anderen Tanzschulen und Künstlern so wie der Zusammenhalt unter den Tanzlehrerkollegen war mein Lichtblick und Anker in dieser herausfordernden Zeit. Meine Ablenkung und Perspektive in den letzten Wochen und Monaten.

Positiv denken, Chancen erkennen, Möglichkeiten nutzen

Und wenn das alles nichts bringt, in deinem Kopf die Gedanken, Ängste und Sorgen kreisen, dann dreh die Musik laut auf und tanz. Denn Tanzen ist bekanntlich immer noch die beste Medizin 🙂

www.tanzkunst-hamm.de

Foto 4125: Kai-Uwe Fischer

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